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Abgeschlossene Masterarbeit: Informationsvisualisierung und IT-Unterstützung zur Entscheidungsunterstützung in der Logistik

Betreuer

Bearbeiter

  • Nicole Hammen

Abgabetermin

2006-01

Formalia

Voraussetzungen
  • Für die erfolgreiche Bearbeitung sind betriebswirtschaftliche Kenntnisse Voraussetzung. Benötigt werden darüber hinaus Kenntnisse über den Softwareeinsatz in geschäftlichen Abläufen und Grundkenntnisse über EDV-Anwendungen. Programmierkenntnisse entfallen bei dieser analytischen Arbeit.

Aufgabenstellung

Aufgabenstellung

Hintergrund

Sowohl das Güterverkehrsaufkommen als auch die Leistung auf der Straße nehmen relativ zur Schiene ständig zu, mit der Folge einer übermäßigen Belastung der Straßenverkehrsinfrastruktur. Eine elementare Ursache für diese Entwicklung ist die mangelnde Transparenz der Transportalternative Schienengüterverkehr zur Wertsteigerung der Verlader. Obwohl in der Praxis Verkehrsverlagerungspotentiale vermutet werden, fehlt es an effizienten Mitteln, diese zu identifizieren, zu berechnen und zu kommunizieren. Existierende Einzellösungen decken nur einen Teil dieser Problemfelder ab, es fehlt ein umfassender und in der Unternehmenspraxis realisierbarer Ansatz.

Das Forschungsvorhaben CargoScoreCard (CSC) hat sich zum Ziel gesetzt, ein integriertes Konzept zur Identifikation, Berechnung und Kommunikation wertsteigernder Verkehrsverlagerungspotentiale zu erarbeiten und in dem flexiblen DV-Werkzeug CargoScoreCard zu implementieren. Dieses erlaubt Schienentransportdienstleistern und Verladern die Ermittlung der Verkehrsverlagerungspotentiale nach finanziellen (z.B. Shareholder Value, Return on Investment), technologischen (z.B. Lieferzeit, Lieferzuverlässigkeit, Lieferungsbeschaffenheit, Lieferflexibilität), sozialen (z.B. Mitarbeiterzufriedenheit, Transportrisiko) und ökologischen (z.B. Lärm, CO2-Emissionen) Kriterien. Damit stellt das CargoScoreCard-Konzept eine gemeinsame Plattform zur Ermittlung der wertsteigernden Verkehrsverlagerungspotenziale dar.

In Bezug auf die technischen Aspekte des Forschungsvorhabens ist insbesondere der Stand der Unternehmensplanungssysteme (Enterprise Resource Planning, ERP) von hohem Interesse. Sie haben sich in den Unternehmen heutzutage als selbstverständliche Werkzeuge fest etabliert. In ihrer Ausprägung zeigen sie Facetten vom Generalisten (SAP R/3[8], Baan[9]) mit Modulen für Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management, CRM), Lebenszyklusmanagement (Product Lifecycle Management, PLM) und Versorgungskettenmanagement (Supply Chain Management, SCM) bis hin zu spezialisierten Nischenlösungen. Ebenso verbreitet sind Data Warehouse-Lösungen (MIK MIK-OLAP[10]) in Verbindung mit Online Analytical Processing (OLAP) zur computergestützten Entscheidungsunterstützung in der strategischen Unternehmensführung (SAP SEM[11]). Insbesondere die zukunftsorientierten Kennzahlen sind aber in heutigen Berichtssystemen nicht oder nur unzureichend enthalten. Konsequenterweise offerieren neue Anbieter schlanke Werkzeuge außerhalb zentraler DV-Lösungen, um diese Kennzahlen zu erfassen und darzustellen (Brüger Technologies myBSC2[12], ASP pbviews[13]). Auch etablierte Anbieter erweitern ihre Unternehmensplanungssysteme zunehmend um Analysemodule, z.B. nach der Balanced ScoreCard-Methodik (CP Corporate Planning AG CP-MIS/BSC[14]). Eindeutig zu beobachten ist der Trend zu visueller Entscheidungsunterstützung (MIS AG Alea[15], Cognos Visualizer[16]). Die graphische Darstellung erlaubt die Gegenüberstellung der Analyseergebnisse mit den komplexen, mehrdimensionalen Ausgangsdaten aus dem operativen Geschäft und deren Aufbereitung in nutzbringende Informationen für den Entscheidungsträger. Die graphische Darstellung wird kombiniert mit Werkzeugen zur effizienten Navigation in großen Datenbeständen und bietet aufgabenspezifische Sichten auf den Datenbestand. Allen gängigen Systemen gemein ist ihre Orientierung am traditionellen Berichtswesen unter Verwendung herkömmlicher Diagrammarten. Neuartige Visualisierungsformen, die das volle Potential der interaktiven graphischen Darstellung erschließen, sind bislang nicht vorzufinden. DV-Systeme dominieren heutzutage die meisten Geschäftsprozesse. Doch im Gegensatz zu Software zur Unternehmensplanung (ERP) fand Logistiksoftware bislang nur eine geringe Verbreitung. Beratungsunternehmen halten DV-gestützte Logistiksteuerung und Entscheidungsunterstützung jedoch in Zukunft für unverzichtbar und erklären, dass auch mittelständische Unternehmen sich künftig mit solchen Systemen befassen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Inhalt

Die Diplomarbeit hat zum Ziel, umfassend den Stand der Technik (State-of-the-Art) des Einsatzes von Informationstechnologie (IT) in der Logistik zu ermitteln und zu dokumentieren. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf der Entscheidungsunterstützung im Tenderprozess, in dessen Rahmen Verlader und Transportdienstleister strategisch Rahmenbedingungen und -Konditionen für Transportdienstleistungen aushandeln. Hierbei soll einerseits untersucht werden, welche zweckbestimmten IT-Lösungen angeboten werden oder welche verwandten Lösungen für einen derartigen Einsatzes leicht umgewidmet werden könnten. Andererseits gilt es, einen groben Überblick zu erstellen, welche IT-Lösungen in diesem Anwendungsfeld in der Praxis tatsächlich zum Einsatz kommen. Als unabhängige Dimension wird betrachtet, ob und in welcher Form Informationsvisualisierung Verlader und Transportdienstleister in ihrer Entscheidungsfindung unterstützen.